Die Vorarbeit und Geschichte
Während der Laufzeit des FP5 der Europäischen Union hat die SWM unter der Leitung von Herrn Dr. Wheeler-Schilling insgesamt 20 Antragsstellungen initiiert und koordiniert. Im Europäischen Vergleich liegt die UAK als Einzelinstitution damit auf einem absoluten Spitzenplatz. Auch die erreichten Förderquoten sind weit überdurchschnittlich, wenn man in Betracht zieht, dass je nach thematischer Priorität die durchschnittliche Förderquote bei 10-22% liegt.
Die erfolgreich evaluierten Projekte decken ein weites Spektrum der aktuellen Sehforschung ab. Neben klassischen Forschungsprojekten (RTD-Aktionen) wurde erfolgreich versucht, auch im Bereich Nachwuchsförderung und der Mobilität von Forschern neue Akzente zu setzen. So war die UAK eine der ersten klinischen Institutionen bei der Etablierung eines Marie Curie Ausbildungszentrums. An diesen vorbildlichen Einrichtungen haben mehr als zehn Doktoranden (fellows) gearbeitet. Zusätzliche flankierende Maßnahmen, wie das kostenlose Erlernen der deutschen Sprache, spezielle Seminare und Besuche beim Europäischen Parlament haben diese Marie Curie Ausbildungszentren vor allem bei jungen Forschern aus Osteuropa zum Erfolgsmodell gemacht.
Bereits in der Anfangsphase des FP5 im Jahre 1999 wurden Anstrengungen unternommen, ein europäisches Netzwerk zu degenerativen Erkrankungen der Netzhaut aufzubauen: das RETDEGNET. Bereits in dieser ersten Phase war es möglich, ein Konsortium aus 11 Ländern mit 28 beteiligten Arbeitsgruppen zu bilden. Dieses "RETDEGNET-Cluster" legte den Grundstein für eine langanhaltende Kooperation, die bis heute anhält. Neben dem Phänotyp, Klinischen Studien und therapeutischen Ansätzen, auch mit Hilfe der Gentherapie, wurden die funktionelle Genomik und Bereiche von neuroprotektiven Strategien abgedeckt. Dank dieser frühzeitigen strategischen Positionierung kann jetzt konsequent dieser organisatorische und technologische Vorsprung zur Antragsstellung im FP6 und FP7 ausgebaut werden.
